Schiessanlagen - belastete Standorte


Schiessanlagen –
belastete Standorte

Durch den Betrieb von Schiessanlagen wird der Boden auf den betreffenden Arealen über Jahre hinweg belastet: Ganze Projektile, Geschossteile, Splitter oder Stäube gelangen vor allem im Zielbereich der Schiessanlagen in den Boden. 

Rund 4‘000 Schiessanlagen in der Schweiz sind im Kataster der belasteten Standorte verzeichnet. Eine Untersuchung oder Sanierung aller 4'000 Schiessanlagen wurde bereits oder wird noch notwendig.

Zahlreiche Vollzugshilfen (z. Bsp. VASA-Abgeltungen bei Schiessanlagen, BAFU 2016, Untersuchung der Belastungen auf Schiessplätzen und Schiessanlagen des VBS, Wegleitung, VBS 2017, Vollzugshilfe Altlastenbearbeitung bei Schiessanlagen, AWEL ZH, 2008, etc.) befassen sich mit der Sanierung und den damit verbundenen Fragestellungen und Zielen.

 

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SVEN SCHIRMER

Bereichsleiter Umwelt

Tel. +41 (0)52 262 21 87
E-Mail: sven.schirmer@niutec.ch

Methoden zur Untersuchung der Belastungen auf Schiessplätzen

In den Arealen von Schiessanlagen liegen die Schadstoffe in der Regel partikulär und nicht homogen verteilt vor. Probenahme, Probenvorbereitung wie auch die Analyse des Bodens oder Aushubmaterials stellen daher eine grosse Herausforderung dar.

Zur Untersuchung von Schiessanlagen stehen verschiedene Methoden mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zur Verfügung:

  • Die Analyse von Proben im Labor mittels Nass-Chemie oder dem stationären Labor-XRF-Gerät.

  • Die Untersuchung vor Ort mit dem mobilen XRF-Gerät, welches mit den im Labor untersuchten Referenzproben kalibriert wird.

Bodenanalyse mit Nass-Chemie

Die feldfrischen Proben werden im Labor, entsprechend der Fragestellung, standardisiert nach den Richtlinien der Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) oder der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VVEA) aufbereitet.

Geschossfragmente werden vorgängig manuell aussortiert. 

Die Analyse der Schadstoffe, in der Regel sind das Blei, Antimon oder PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), erfolgt aus Extrakten der aufbereiteten Proben.

  • Vorteil: Durch Extraktion kann die Ganzheit der Schadstoffe einer Teilprobe erfasst werden.

  • Nachteil: Einzelbestimmungen aufgrund der partikulären Verteilung der Schadstoffe können zu Extremwerten führen. Dadurch kann die gleiche Probe bei einer Mehrfachbestimmung stark schwankende Einzelwerte aufweisen.

Bodenanalyse mit dem stationärem Labor-XRF-Gerät

Die feldfrischen Proben werden im Labor, entsprechend der Fragestellung, standardisiert nach Richtlinien der VBBo oder VVEA aufbereitet.

Geschossfragmente werden vorgängig manuell aussortiert. 

Die Analyse erfolgt anschliessend direkt aus dem aufbereiteten Feststoff. 

Der Vorteil dieser Methode liegt in der standardisierten Probenaufbereitung gefolgt von einer kostengünstigen Analyse. Im Labor XRF-Gerät ist eine Kalibration aus zahlreichen Referenzproben hinterlegt. Durch die standardisierte Aufbereitung können auch feuchte Proben zur Analyse eingereicht werden.

Bodenanalyse mit dem mobilen XRF-Gerät

Die Analyse erfolgt direkt im Feld. Mit einer minimalen Probenvorbereitung können die Proben vor Ort gescannt werden. Um die gescannten Daten zu kalibrieren, braucht es den Vergleich mit nass-chemisch analysierten Referenzproben im Labor.

  • Die Vorteile dieser Methode liegen in der kostengünstigen Erfassung vieler Datenpunkte. 

  • Nachteil: Die minimale Probenvorbereitung und die möglichen Störeinflüsse der Feldumgebung führen dazu, dass eine Beprobung ausschliesslich bei trockenem Boden stattfinden sollte und zudem nur die Oberfläche der Probe mit dem XRF-Gerät gescannt wird.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Grosse Erfahrung im Umgang mit Schiessplatzproben

  • Schnelle Bearbeitungszeit

  • Kostengünstige Analyse von Blei und Antimon mit ED-XRF

  • Direkte Information bei unerwarteten Resultaten

  • Aufbewahrung der ausgelesenen Geschossteile

  • Einfache Bestellung von Referenzproben für ihr mobiles XRF-Gerät

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